Interne Bewerbung schreiben: Vorlagen für Lebenslauf & Anschreiben

Katharina von Knobloch
Überprüft von
Katharina von Knobloch
Karriere- und Leadership-Coach
Aktualisiert am 17. Juni 2026
Interne Bewerbung: Vorlagen für Lebenslauf & Anschreiben

Wenn du dei­nen Job wech­seln willst, ohne noch ein­mal voll­kom­men neu anzu­fan­gen, dann ist eine inter­ne Bewer­bung dei­ne Chan­ce. Mit den pas­sen­den Tipps, Bei­spie­len und Mus­tern kannst du dich opti­mal vor­be­rei­ten. Wir zei­gen dir jetztin die­sem Arti­kel, wie du dies pro­fes­sio­nell ange­hen kannst

Was ist eine interne Bewerbung?

Bei einer inter­nen Bewer­bung bewirbst du dich auf eine Stel­le in dem Unter­neh­men, in dem du bereits ange­stellt bist. Bei einem inter­nen Wech­sel bleibst du meist im sel­ben Unter­neh­men, nimmst aber eine neue Rol­le ein. Grün­de dafür kann es meh­re­re geben.

Viel­leicht…

  • … möch­test du in eine ande­re Abtei­lung wech­seln.
  • … strebst du eine höhe­re Posi­ti­on an.
  • … wird es Zeit für neue Auf­ga­ben­be­rei­che.
  • … bist du in dei­nem aktu­el­len Job unzu­frie­den und suchst eine Ver­än­de­rung.
  • … möch­test du dich fach­lich oder per­sön­lich wei­ter­ent­wi­ckeln.
  • … kommst du trotz meh­re­ren Gesprä­chen nicht mit dei­nem Vor­ge­setz­ten klar

Ganz gleich, was dich genau antreibt: Mit einer inter­nen Bewer­bung hast du die Mög­lich­keit, dei­ne Kar­rie­re aktiv in die Hand zu neh­men, ohne bei null anfan­gen zu müs­sen. Trotz­dem gibt es eini­ge Beson­der­hei­ten und Regeln, die du beach­ten soll­test.

Vor- und Nachteile einer internen Bewerbung

Wenn du über­legst, dich auf eine inter­ne Stel­le zu bewer­ben, heißt es jetzt stra­te­gisch vor­zu­ge­hen. Kennst du die Vor- und Nach­tei­le einer inter­nen Bewer­bung? Das hilft dir dabei, eine bes­se­re Ent­schei­dung zu tref­fen – und dei­ne Kar­ten klug zu spie­len.

ProKon­tra
Bekannt­heit: Dei­ne Leis­tun­gen, Stär­ken und Per­sön­lich­keit sind bereits im Unter­neh­men bekannt und kön­nen dir einen Vor­sprung ver­schaf­fen.Vor­ur­tei­le: Ande­re haben womög­lich schon ein fach­li­ches oder per­sön­li­ches Bild von dir, das einen Rol­len­wech­sel erschwe­ren könn­te.
Bewer­bungs­pro­zess: Obwohl eine sorg­fäl­ti­ge Vor­be­rei­tung auch hier das A und O ist, ist der Pro­zess an sich meist ver­kürzt und erfor­dert weni­ger Bewer­bungs­un­ter­la­gen.Illoya­li­tät: Vor­ge­setz­te sehen einen inter­nen Wech­sel nicht immer neu­tral und könn­ten sich „über­gan­gen“ füh­len. Dei­ne Ent­schei­dung könn­te auch von Kol­le­gen stär­ker bewer­tet wer­den und zu Spe­ku­la­tio­nen füh­ren.
Unter­neh­mens­kul­tur: Du kennst die Wer­te und Visi­on dei­nes Arbeits­ge­bers und weißt genau, wel­che Erwar­tun­gen an dich und die neue Stel­le gestellt wer­den. Kon­kur­renz: Wenn du mit Kol­le­gen kon­kur­rierst, mit denen du täg­lich inter­agierst, kann das zu Span­nun­gen oder auch einer Distanz im Team oder in der Abtei­lung füh­ren.
Netz­werk: Inter­ne Bewer­ber haben häu­fig Kol­le­gen und Für­spre­cher, die sie aktiv emp­feh­len. Auch erfährst du früh­zei­tig von offe­nen Stel­len und kannst dir zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen zum neu­en Job ver­schaf­fen.Ent­täu­schung: Eine Absa­ge ist nicht immer anonym. Im Arbeits­all­tag musst du mit der Situa­ti­on wei­ter­hin pro­fes­sio­nell umge­hen und dei­ne Stim­mung und Moti­va­ti­on auf­recht­hal­ten.
Kar­rie­re­fort­schritt: Du baust dein inter­nes Pro­fil wei­ter aus und mini­mierst Risi­ken, die sich bei einem exter­nen Wech­sel erge­ben könn­ten, z. B. eine län­ge­re Ein­ar­bei­tungs­zeit, Pro­be­zeit oder die Gefahr, dass der Job nicht dei­nen Erwar­tun­gen ent­spricht usw.Unzu­frie­den­heit: Ein Wech­sel inner­halb des Unter­neh­mens bedeu­tet nicht, dass sich alle Pro­ble­me lösen. Struk­tu­rel­le The­men wie z. B. schlech­te Kom­mu­ni­ka­ti­on, Füh­rungs­pro­ble­me oder unkla­re Pro­zes­se kön­nen wei­ter­hin bestehen blei­ben.

Tipp von unse­ren Exper­ten

„Eine inter­ne Bewer­bung ist sel­ten nur eine Fra­ge der Qua­li­fi­ka­ti­on. In vie­len Unter­neh­men spie­len auch Timing, Nach­fol­ge­pla­nung und die Unter­stüt­zung durch Füh­rungs­kräf­te eine ent­schei­den­de Rol­le. Klä­re daher früh­zei­tig, wie dein Wech­sel intern wahr­ge­nom­men wird und wer ihn mit­trägt.“Katha­ri­na von Knob­loch

Interne Bewerbung schreiben – So gehst du vor

Du hast eine span­nen­de Stel­le im Intra­net gefun­den, die zu dei­nen Stär­ken und Zie­len passt und die dich beruf­lich wei­ter­bringt? Dann berei­te dei­ne Doku­men­te jetzt sorg­fäl­tig vor. Den­ke dar­an: Auch intern zählt der ers­te Ein­druck.

Wir zei­gen dir, wie du mit dei­nen Bewer­bungs­un­ter­la­gen

  • dei­ne Moti­va­ti­on, Ent­wick­lung und Pro­fes­sio­na­li­tät sicht­bar machst.
  • den Fokus auf wich­ti­ge Fähig­kei­ten und Erfah­run­gen lenkst.
  • zeigst, dass du bereit für eine beruf­li­che Ver­än­de­rung bist.

Interne Bewerbung: Lebenslauf

Dein Lebens­lauf ist nur eine Chro­nik? Von wegen! Er zeigt Vor­ge­setz­ten auf einen Blick, ob du noch in dei­ner aktu­el­len Rol­le fest­steckst oder tat­säch­lich bereit bist für den nächs­ten Schritt.

Auf die­se Punk­te soll­test du beson­ders ach­ten:

  • Rele­vanz: Lis­te gezielt Erfah­run­gen und Stär­ken auf, die zur neu­en Stel­le pas­sen. Je kon­kre­ter der Bezug zur Ziel­po­si­ti­on, des­to bes­ser zeigst du, war­um gera­de dein Pro­fil passt.
  • Leis­tun­gen: Mach dei­ne Erfol­ge sicht­bar und beto­ne dei­ne Wei­ter­ent­wick­lung und Lern­kur­ven. Das zeigt dei­nen gesam­ten Kar­rie­re­weg im Unter­neh­men.
  • Struk­tur: Ob inter­ner oder exter­ner, moder­ner oder krea­ti­ver Lebens­lauf: Dein Wer­de­gang soll­te immer über­sicht­lich, leicht les­bar und sau­ber for­ma­tiert sein. Eine kla­re Glie­de­rung und punkt­ge­naue Infor­ma­tio­nen ste­hen für dei­ne Detail­ori­en­tie­rung.
  • Pro­fes­sio­na­li­tät: Eine inter­ne Bewer­bung bedeu­tet nicht, dass du nicht sorg­fäl­tig arbei­ten musst. Ach­te beson­ders auf Recht­schreib­feh­ler, aktu­el­le und voll­stän­di­ge Anga­ben sowie prä­zi­se For­mu­lie­run­gen.

Tipp

Mit dem KI-Lebens­laufer­stel­ler von Online­Le­bens­lauf kannst du im Hand­um­dre­hen einen Lebens­lauf erstel­len, der kom­pakt, aus­sa­ge­kräf­tig und indi­vi­du­ell auf dei­ne Wunsch­po­si­ti­on zuge­schnit­ten ist. Wäh­le die Vor­la­ge, die zu dir und dei­nem Pro­fil passt, und nut­ze die KI-Vor­schlä­ge für smar­te Inhal­te

Lebenslauf Muster

Theo­re­tisch klingt das alles ganz ein­fach – prak­tisch ist es das auch. Für eine kur­ze inter­ne Bewer­bung mit Mus­ter kannst du dich hier inspi­rie­ren las­sen:

Lebens­lauf Mus­ter
Kopiert!

Name: Fran­zis­ka Stei­ner
Adres­se: Müh­len­kamp 27, 22087 Ham­burg
Tele­fon: +49 123 456789
E‑Mail: franziska.steiner@email.de

Kurz­pro­fil

Erfah­re­ne Ver­lags­as­sis­ten­tin mit Ver­ant­wor­tung für eige­ne Titel­pro­jek­te und fun­dier­ter Exper­ti­se in Pro­gramm­pla­nung und Pro­jekt­ma­nage­ment. Mein nächs­ter Schritt: eine Posi­ti­on als Pro­gramm­lei­tung, in der ich mei­ne Erfah­rung gezielt ein­brin­gen und stär­ker an der stra­te­gi­schen Pro­gramm­ent­wick­lung mit­wir­ken kann.

Berufs­er­fah­rung

Ver­lags­as­sis­ten­tin, Pro­gramm­pla­nung, Sei­ten­blick Ver­lag

01/2023 bis heu­te

  • Unter­stüt­zung der Pro­gramm­lei­tung bei der Pla­nung und Umset­zung von Buch­pro­jek­ten und The­men­run­den
  • Pla­nung und Koor­di­na­ti­on von Titeln in abtei­lungs­über­grei­fen­der Zusam­men­ar­beit (Lek­to­rat, Her­stel­lung und Mar­ke­ting)
  • Eigen­ver­ant­wort­li­che Betreu­ung ein­zel­ner Titel, z. B. 
    • Sach­buch: „Zwi­schen den Zei­len: Wie Geschich­ten unser Den­ken prä­gen“ (Dr. Leon­hard Berg­mann)
    • Roman: „Der Som­mer, der alles ver­än­der­te“ (Nala Fas­sah)
  • Erstel­lung und Pfle­ge von Zeit­plä­nen, Bud­gets oder Pro­jekt­über­sich­ten 
  • Abstim­mung mit Autor:innen und Agen­tu­ren

Volon­ta­ri­at, Pro­gramm­pla­nung, Sei­ten­blick Ver­lag

07/2021 – 12/2022

  • Unter­stüt­zung bei der Betreu­ung von Manu­skrip­ten und Titel­pro­jek­ten 
  • Mit­ar­beit bei der Pla­nung und Umset­zung des Ver­lags­pro­gramms 
  • Koor­di­na­ti­on von Abläu­fen zwi­schen Lek­to­rat, Her­stel­lung und Mar­ke­ting 
  • Recher­che zu The­men, Ziel­grup­pen und Markt­trends 
  • Vor­be­rei­tung von Pro­gramm­sit­zun­gen und Prä­sen­ta­tio­nen 
  • Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Autor:innen und exter­nen Part­nern

Bil­dungs­weg

B.A. Ger­ma­nis­tik
Jus­tus-Lie­big-Uni­ver­si­tät Gie­ßen

10/2018 – 07/2021

Schwer­punkt: Lite­ra­tur

Kennt­nis­se

Tools: MS Office, Trel­lo, Klo­po­tek, CMS
Spra­chen: Deutsch (Mut­ter­spra­che), Eng­lisch (flie­ßend)

Stär­ken: Pro­jekt­ko­or­di­na­ti­on und ‑orga­ni­sa­ti­on, Kom­mu­ni­ka­ti­on mit inter­nen und exter­nen Stake­hol­dern, struk­tu­rier­te und eigen­ver­ant­wort­li­che Arbeits­wei­se

Interne Bewerbung: Anschreiben

Dein Anschrei­ben oder Moti­va­ti­ons­schrei­ben für die inter­ne Bewer­bung ist dei­ne Mög­lich­keit zu zei­gen, war­um du die Stel­le – gera­de jetzt – willst. War­um möch­test du dich intern ver­än­dern? Was reizt dich an der neu­en Posi­ti­on?

Wich­tig ist hier, dass du dei­ne Ent­wick­lung im Unter­neh­men in den Fokus stellst und dein Wis­sen um Pro­zes­se, Struk­tu­ren und Wer­te gezielt nutzt. Dei­ne Bewer­bung soll­te eine natür­li­che Wei­ter­ent­wick­lung dei­nes Wer­de­gangs sein, rele­van­te Erfah­run­gen wider­spie­geln und sofort Sinn erge­ben.

Blei­be trotz Bekannt­heit oder Ver­traut­heit pro­fes­sio­nell: Ein respekt­vol­ler Ton, ange­mes­se­ne Spra­che sowie eine kla­re Struk­tur sind für dein inter­nes Bewer­bungs­schrei­ben ent­schei­dend.

Tipp

Der KI-Anschrei­ben-Gene­ra­tor von Online­Le­bens­lauf hilft dir dabei, schnell ein klar struk­tu­rier­tes Anschrei­ben zu erstel­len, das genau zur Stel­le passt. Mit KI-gene­rier­ten Top-Skills und einer pro­fes­sio­nel­len Vor­la­ge sparst du wert­vol­le Zeit und kannst dich noch heu­te auf dei­nen Traum­job bewer­ben.

Anschreiben Muster

Suchst du für dei­ne inter­ne Bewer­bung ein Mus­ter, mit dem du dein Anschrei­ben klar, struk­tu­riert und stark for­mu­lierst? Die­se Vor­la­ge zeigt dir, wie du intern über­zeu­gen kannst:

Anschrei­ben Mus­ter
Kopiert!

Fran­zis­ka Stei­ner
Adres­se: Müh­len­kamp 27, 22087 Ham­burg
Tele­fon: +49 123 456789
E‑Mail: franziska.steiner@email.de

Sei­ten­blick Ver­lag

Pro­gramm­pla­nung
Frau Karin Fried­rich

Ham­burg, 09.04.2026

Bewer­bung als Juni­or-Pro­gramm­lei­tung

Sehr geehr­te Frau Fried­rich,

die aus­ge­schrie­be­ne Posi­ti­on als Pro­gramm­lei­tung im Intra­net hat sofort mein Inter­es­se geweckt. Durch mei­ne bis­he­ri­ge Tätig­keit in der Pro­gramm­pla­nung ken­ne ich die Abläu­fe und Anfor­de­run­gen bereits sehr gut und möch­te nun mei­ne Erfah­rung nun gezielt in einer wei­ter­füh­ren­den Rol­le mit mehr Ver­ant­wor­tung ein­brin­gen.

In mei­ner aktu­el­len Posi­ti­on als Ver­lags­as­sis­ten­tin bin ich an der Pla­nung und Umset­zung unse­res Ver­lags­pro­gramms betei­ligt und habe bereits eigen­ver­ant­wort­lich Titel­pro­jek­te betreut. Dabei habe ich nicht nur die Koor­di­na­ti­on zwi­schen Lek­to­rat, Her­stel­lung und Mar­ke­ting über­nom­men, son­dern auch die Zusam­men­ar­beit mit Autorin­nen und Autoren aktiv gestal­tet. Beson­ders reizt mich an der neu­en Posi­ti­on die Mög­lich­keit, stär­ker an stra­te­gi­schen Ent­schei­dun­gen mit­zu­wir­ken und Inhal­te sowie Pro­gram­me lang­fris­tig mit­zu­ent­wi­ckeln.

Durch mei­ne struk­tu­rier­te Arbeits­wei­se, mein aus­ge­präg­tes Orga­ni­sa­ti­ons­ge­schick und mein Gespür für The­men und Ziel­grup­pen gelingt es mir, Pro­jek­te effi­zi­ent zu steu­ern und gleich­zei­tig inhalt­lich wei­ter­zu­den­ken. Ich bin über­zeugt, dass ich die­se Stär­ken in der Pro­gramm­lei­tung gewinn­brin­gend ein­set­zen kann, um unser Pro­gramm kon­zep­tio­nell wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und neue Impul­se ein­zu­brin­gen.

Ich freue mich, mei­ne Moti­va­ti­on und Ideen in einem per­sön­li­chen Gespräch näher zu erläu­tern.

Mit freund­li­chen Grü­ßen
Fran­zis­ka Stei­ner

Andere Dokumente, Anlagen & Zertifikate

Nach dem Ver­fas­sen von Lebens­lauf und Anschrei­ben geht es dar­um, alle rele­van­ten Unter­la­gen zusam­men­zu­stel­len. Vie­le Infor­ma­tio­nen sind zwar bereits intern bekannt bzw. hin­ter­legt – mit einer geziel­ten Dar­stel­lung beweist du aber, dass du dei­ne Bewer­bung stra­te­gisch durch­dacht hast.

Je nach Situa­ti­on kön­nen sinn­vol­le Ergän­zun­gen sein:

  • Zwi­schen­zeug­nis oder inter­ne Leis­tungs­be­wer­tung
  • letz­tes (exter­nes) Arbeits­zeug­nis
  • rele­van­te Wei­ter­bil­dun­gen und Zer­ti­fi­ka­te
  • Pro­jekt- oder Leis­tungs­nach­wei­se
  • inter­ne Refe­renz

E‑Mail formatieren für interne Bewerbung: So geht’s

E‑Mails sind oft der ers­te Berüh­rungs­punkt einer Bewer­bung. Du kannst das Anschrei­ben für dei­ne inter­ne Bewer­bung daher auch direkt in eine E‑Mail ein­fü­gen.

Umso wich­ti­ger ist es, auf eine sau­be­re For­ma­tie­rung zu ach­ten:

  • Struk­tur: Ver­wen­de aus­rei­chend Absät­ze, Abstän­de und White­space, statt eines ein­zi­gen Fließ­text-Blocks. In drei bis fünf Absät­zen kannst du Moti­va­ti­on und Mehr­wert aus­drü­cken.
  • Ein­heit­lich­keit: Set­ze auf eine Stan­dard­schrift (z. B. Ari­al oder Cali­bri) und eine nor­ma­le Schrift­grö­ße (11 bis 12 Punkt). Ver­mei­de Far­ben, Emo­jis oder Son­der­for­ma­tie­run­gen, die dei­ne E‑Mail unpro­fes­sio­nell erschei­nen las­sen.
  • Betreff: Der Betreff soll­te kurz, prä­zi­se und pro­fes­sio­nell sein. Abso­lu­te No-Gos sind durch­gän­gi­ge Groß­buch­sta­ben oder unnö­ti­ge Son­der­zei­chen wie z. B. !!!
  • For­ma­li­tä­ten: Auch eine inter­ne Bewer­bung per E‑Mail folgt einem klas­si­schen Auf­bau bestehend aus Anre­de, kur­zem Text und Gruß­for­mel. Dei­ne Signa­tur mit voll­stän­di­gen Kon­takt­da­ten sowie Posi­ti­on und Abtei­lung im Unter­neh­men run­det die Bewer­bung ab.
  • Anhän­ge: Benen­ne dei­ne Anhän­ge sau­ber und ein­heit­lich, z. B. Lebenslauf_Franziska_Steiner.pdf. Bün­de­le alles in einem PDF-Doku­ment in logi­scher Rei­hen­fol­ge.
  • Gesamt­ein­druck: Ach­te abschlie­ßend dar­auf, ob der Gesamt­ein­druck dei­ner E‑Mail, inkl. Anhän­ge, har­mo­nisch, ein­heit­lich und struk­tu­riert ist. Sind sämt­li­che Infor­ma­tio­nen schnell erfass­bar, kannst du dei­ne E‑Mail absen­den.

Tipp von unse­ren Exper­ten

„Eine inter­ne Bewer­bung ersetzt kein Gespräch. In vie­len Fäl­len ent­schei­det nicht das Doku­ment, son­dern die Abstim­mung mit Füh­rungs­kraft oder HR. Wer früh­zei­tig Inter­es­se signa­li­siert und sich Feed­back ein­holt, erhöht die Erfolgs­chan­cen deut­lich.“Katha­ri­na von Knob­loch

Tipps für deine interne Bewerbung

Inter­ne Chan­cen sind nicht immer so sicht­bar, wie es auf den ers­ten Blick scheint. Unse­re Tipps kön­nen dir dabei hel­fen, pas­sen­de Stel­len zu fin­den und den inter­nen Bewer­bungs­pro­zess best­mög­lich vor­zu­be­rei­ten.

Nach internen Stellenausschreibungen suchen

Im ers­ten Schritt geht es dar­um, aktiv nach inter­nen Stel­len zu schau­en. Vie­le Unter­neh­men haben ein Intra­net, in dem alle wich­ti­gen Kom­mu­ni­ka­tio­nen, Infor­ma­tio­nen und Pro­zes­se ver­öf­fent­licht wer­den. Auch News­let­ter und Rund­mails wer­den häu­fig genutzt, um neue Job Ope­nings anzu­kün­di­gen.

Je nach Situa­ti­on kannst du auch mit Vor­ge­setz­ten oder der HR- oder Per­so­nal­ab­tei­lung über Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten und neue Kar­rie­re­pfa­de spre­chen.

Netzwerken mit Kollegen

Die span­nends­ten Mög­lich­kei­ten ent­ste­hen oft nicht im Sys­tem, son­dern im Aus­tausch mit Kol­le­gin­nen und Kol­le­gen. Durch infor­mel­le Gesprä­che im Arbeits­all­tag kannst du nicht nur Ein­bli­cke in ande­re Abtei­lun­gen und Berei­che erhal­ten, son­dern mit­un­ter auch von inter­nen Stel­len­an­ge­bo­ten erfah­ren.

Inter­ne Events, Work­shops und Schu­lun­gen, aber auch die team- und abtei­lungs­über­grei­fen­de Zusam­men­ar­beit sind idea­le Momen­te, um Kon­tak­te zu knüp­fen und Inter­es­se zu zei­gen.

Auf das interne Vorstellungsgespräch vorbereiten

Du hast dich auf eine inter­ne Stel­len­aus­schrei­bung bewor­ben und eine Ein­la­dung zum Gespräch erhal­ten? Das Bewer­bungs­ge­spräch ist häu­fig weni­ger for­mell – trotz­dem soll­test du gut vor­be­rei­tet sein. Es kommt jetzt auf die rich­ti­ge Balan­ce zwi­schen Ver­traut­heit und Pro­fes­sio­na­li­tät an.

Ana­ly­sie­re das inter­ne Stel­len­an­ge­bot gründ­lich. Du soll­test die Anfor­de­run­gen und Erwar­tun­gen genau ver­ste­hen und mit dei­ner aktu­el­len Posi­ti­on in Kon­text set­zen. Defi­nie­re für dich, war­um du die­se Stel­le intern statt extern anstrebst, war­um sie gera­de jetzt infra­ge kommt und wie sie in dei­ne lang­fris­ti­ge Ent­wick­lung passt.

Hal­te auch kon­kre­te Bei­spie­le dei­ner Leis­tun­gen, Erfah­run­gen und Fähig­kei­ten bereit und notie­re eige­ne Fra­gen, die Inter­es­se und Moti­va­ti­on signa­li­sie­ren. Denk dar­an: Dein Unter­neh­mens­wis­sen ist ein Trumpf, den du jetzt aus­spie­len kannst.

Tipp von unse­ren Exper­ten

„Ein inter­ner Wech­sel löst nicht auto­ma­tisch bestehen­de Pro­ble­me. Wenn dei­ne Unzu­frie­den­heit struk­tu­rel­le Ursa­chen hat (wie zum Bei­spiel Füh­rung, Pro­zes­se oder Unter­neh­mens­kul­tur) lohnt es sich, vor­ab genau zu prü­fen, ob sich die­se im neu­en Bereich tat­säch­lich ver­än­dern.“Katha­ri­na von Knob­loch

Häufig gestellte Fragen (FAQs)

Hast du noch Fra­gen oder Zwei­fel zum The­ma inter­ne Bewer­bung? Hier fin­dest du die wich­tigs­ten Infor­ma­tio­nen auf einen Blick.

Wann du dei­ne Füh­rungs­kraft infor­mierst, hängt von dei­ner Situa­ti­on und der Kul­tur im Unter­neh­men ab (inkl. HR-Richt­li­ni­en und Arbeits­ver­trag). Grund­sätz­lich gilt: Du darfst dich intern bewer­ben, ohne vor­her dei­ner Füh­rungs­kraft Bescheid zu geben.

Bei einer Ein­la­dung zu einem wei­te­ren Gespräch oder erns­tem Inter­es­se soll­test du das aller­dings trans­pa­rent kom­mu­ni­zie­ren. Vor­ge­setz­te soll­ten von einem Job­wech­sel nie über Umwe­ge oder von der Per­so­nal­ab­tei­lung erfah­ren.

Oft ist ein Zwi­schen­zeug­nis ein kla­rer Plus­punkt oder sinn­voll, ins­be­son­de­re bei Bewer­bun­gen auf höhe­re Posi­tio­nen oder einem bevor­ste­hen­den Füh­rungs­kraft­wech­sel.

Das Zwi­schen­zeug­nis dient als aktu­el­le Leis­tungs­be­ur­tei­lung. Es stärkt dei­ne Glaub­wür­dig­keit und zeigt dei­ne Ent­wick­lung im Unter­neh­men, was für die inter­ne Bewer­bung ent­schei­dend sein kann.

Nein. Auch eine inter­ne Bewer­bung soll­te stets pro­fes­sio­nell und sorg­fäl­tig sein. Ein zu locke­rer Ton, unvoll­stän­di­ge Unter­la­gen oder eine abge­kürz­te Ver­si­on zeu­gen von man­geln­der Ernst­haf­tig­keit.

Denk dar­an: Auch intern han­delt es sich um einen offi­zi­el­len Pro­zess, bei dem du mit ande­ren Kan­di­da­ten ver­gli­chen wirst.

Es ist intern tat­säch­lich schwe­rer, eine Gehalts­er­hö­hung zu ver­han­deln als extern. Vie­le deut­sche Unter­neh­men arbei­ten mit fes­ten Gehalts­struk­tu­ren, soge­nann­ten Gehalts­bän­dern oder Tarif­ver­trä­gen, für bestimm­te Posi­tio­nen.

Dar­über hin­aus defi­niert die Per­so­nal­ab­tei­lung, wie stark das Gehalt intern stei­gen darf. Du ver­han­delst also nicht kom­plett frei, son­dern inner­halb einer fest­ge­leg­ten Span­ne. Gehalts­er­hö­hun­gen erfol­gen meist schritt­wei­se und nicht dras­tisch.

Recht­lich gese­hen gibt es bei einem inter­nen Wech­sel kei­ne erneu­te Pro­be­zeit. Den­noch läuft eine Art „Test­pha­se“ an, in der dei­ne Leis­tung beob­ach­tet wird und du dich bewäh­ren musst.

Ach­te in dei­nem neu­en Arbeits­ver­trag auf eine soge­nann­te Rück­kehr­klau­sel. Wenn die neue Rol­le nicht passt, kehrst du inner­halb eines bestimm­ten Zeit­raums zu dei­ner alten Stel­le zurück.

Bei einer Absa­ge soll­test du ruhig und pro­fes­sio­nell reagie­ren. Hol dir aktiv Feed­back ein, um die Grün­de und feh­len­de Fähig­kei­ten her­aus­zu­fin­den. Ein Feed­back­ge­spräch ist immer auch die Chan­ce, sich wei­ter­zu­ent­wi­ckeln.

Wich­tig: Bekräf­ti­ge direkt, dass du wei­ter­hin voll und ganz hin­ter dei­nem aktu­el­len Team und Auf­ga­ben­be­reich stehst. Das ver­mei­det Miss­ver­ständ­nis­se und Distanz und stärkt die Bezie­hun­gen im Arbeits­um­feld.

In Deutsch­land gilt es oft als zu früh, wenn du direkt nach der Pro­be­zeit intern wech­selst. Das könn­te als Zei­chen von Unge­duld oder feh­len­dem Enga­ge­ment  und Loya­li­tät wahr­ge­nom­men wer­den.

Ein guter Richt­wert sind 18 bis 24 Mona­te. Nach die­ser Zeit hast du dich bereits gut ein­ge­ar­bei­tet und ers­te Leis­tun­gen erbracht, die einen inter­nen Wech­sel stär­ker recht­fer­ti­gen.

Eine inter­ne Bewer­bung kann die Chan­ce sein, dich im Unter­neh­men wei­ter­zu­ent­wi­ckeln und den nächs­ten Kar­rie­re­schritt ein­zu­lei­ten. Mit der rich­ti­gen Vor­be­rei­tung und über­zeu­gen­den Unter­la­gen zeigst du, dass du für den Wech­sel bereit bist.