Vorstellungsgespräch: Die besten Tipps für deinen Erfolg

Redaktionsteam von OnlineLebenslauf
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Aktualisiert am 13. April 2026
Vorstellungsgespräch: Die besten Tipps für deinen Erfolg

Das Bewer­bungs­ge­spräch ist oft der ent­schei­den­de Moment für dei­ne beruf­li­che Zukunft. Mit der rich­ti­gen Vor­be­rei­tung kannst du dich gezielt abhe­ben und poten­zi­el­le Arbeit­ge­ber von Anfang für dich gewin­nen.

So bereitest du dich auf dein Gespräch vor

Eine sorg­fäl­ti­ge Vor­be­rei­tung ist das A und O, wenn du poten­zi­el­le Arbeit­ge­ber von dei­ner Per­sön­lich­keit, dei­nen Kennt­nis­sen und dei­nem Mehr­wert fürs Unter­neh­men über­zeu­gen möch­test.

Wenn du dir im Vor­feld Gedan­ken über das bevor­ste­hen­de Gespräch machst, kannst du…

  • Stress und Ner­vo­si­tät redu­zie­ren.
  • mehr Sicher­heit und Selbst­ver­trau­en ent­wi­ckeln.
  • Ernst­haf­tig­keit, Moti­va­ti­on und erns­tes Inter­es­se bewei­sen.
  • dei­ne Stär­ken gezielt her­vor­he­ben.
  • unnö­ti­ge Feh­ler ver­mei­den.
  • die Gesprächs­füh­rung aktiv mit­ge­stal­ten.

Und das wie­der­um stei­gert dei­ne Chan­cen für eine Zusa­ge deut­lich.

Erfah­re jetzt, auf wel­che Punk­te es in dei­ner Vor­be­rei­tung ankommt, damit du sicher ins Gespräch star­test.

Über das Unternehmen informieren

Pro­duk­te, Visi­on, Ziel­grup­pe: Wenn du das Unter­neh­men ver­stehst, kannst du dei­ne Ant­wor­ten kon­kret zuschnei­den und gezielt Bezug neh­men. Du wirkst nicht nur inter­es­siert und reflek­tiert, son­dern zeigst auch, wel­che Gemein­sam­kei­ten zwi­schen euch bestehen.

Mit einer gründ­li­chen Recher­che kann du dich außer­dem bes­ser auf häu­fig gestell­te Bewer­bungs­fra­gen wie „War­um möch­ten Sie bei uns arbei­ten?“ ant­wor­ten. Statt Stan­dard­flos­keln nennst du rele­van­te Bei­spie­le, die dei­ne Pas­sung unter­strei­chen.

Jobbeschreibung sorgfältig lesen

Weißt du, wel­che Auf­ga­ben auf dich zukom­men und wel­che Zie­le mit der Stel­le ver­bun­den sind? Die Job­be­schrei­bung ist die per­fek­te Grund­la­ge, um dich mit den Erwar­tun­gen, Anfor­de­run­gen und Key­words des Unter­neh­mens aus­ein­an­der­zu­set­zen.

Du erkennst, wel­che Fähig­kei­ten beson­ders wich­tig sind, und kannst gezielt Argu­men­te lie­fern, war­um gera­de du geeig­net bist. Das zeigt Arbeit­ge­bern, dass du dich nicht blind, son­dern mit den rich­ti­gen Vor­stel­lun­gen vom Job bewirbst.

Bewerbungsgespräch üben

Ein Vor­stel­lungs­ge­spräch ist kein spon­ta­nes Tref­fen, son­dern eine wich­ti­ge Selbst­prä­sen­ta­ti­on. Je mehr du den Ablauf und mög­li­che Fra­gen übst, des­to sou­ve­rä­ner, ruhi­ger und über­zeu­gen­der bist du, wenn es tat­säch­lich dar­auf ankommt.

Inter­views sind Stress­si­tua­tio­nen – und unter Stress fällt uns oft weni­ger ein. Um im rich­ti­gen Moment auf dein Wis­sen zuzu­grei­fen und dei­ne Ant­wor­ten klar und durch­dacht auf­zu­bau­en, sind Übung und Simu­la­ti­on dei­ne bes­ten Werk­zeu­ge. So kön­nen dich auch schwie­ri­ge Fra­gen weni­ger über­ra­schen.

Ob du dich auf einen Mini­job, eine Juni­or-Stel­le oder eine Füh­rungs­po­si­ti­on bewirbst: Sprich For­mu­lie­run­gen beim Üben laut aus, nimm dich ggf. selbst auf oder hol dir Feed­back von Fami­lie und Freun­den ein, um dich gezielt zu ver­bes­sern.

Umgebung einrichten (bei Videointerviews)

Umgebung einrichten (bei Videointerviews)

Weni­ger for­mell und ernst­haft? Von wegen! Vie­le Bewer­ber unter­schät­zen Video­in­ter­views, weil sie in einer ver­trau­ten Umge­bung statt­fin­den, und las­sen die Vor­be­rei­tung womög­lich schlei­fen. Doch auch im Onlin­ege­spräch soll­test du pro­fes­sio­nell auf­tre­ten.

Die sorg­fäl­ti­ge Ein­rich­tung dei­ner Gesprächs­um­ge­bung ist hier ent­schei­dend. So bleibst du fokus­siert, ver­mei­dest unan­ge­neh­me Situa­tio­nen und zeigst, dass du das Gespräch ernst nimmst. Schließ­lich ist dei­ne Umge­bung Teil dei­ner Selbst­prä­sen­ta­ti­on.

Ach­te für einen rei­bungs­lo­sen Ablauf ins­be­son­de­re auf die­se Aspek­te:

  • sta­bi­le Inter­net­ver­bin­dung
  • ein­wand­freie Tech­nik (u. a. Kame­ra und Mikro­fon)
  • gutes Licht
  • gute Audio­qua­li­tät
  • neu­tra­ler Hin­ter­grund
  • kei­ne Hin­ter­grund­ge­räu­sche oder Ablen­kun­gen (z. B. Han­dy auf laut­los)

So ziehst du dich richtig an

Der ers­te Ein­druck ent­steht oft in weni­gen Sekun­den. Mit einem gepfleg­ten Äuße­ren signa­li­sierst du nicht nur Pro­fes­sio­na­li­tät und Sorg­falt, son­dern trittst ins­ge­samt auch glaub­wür­di­ger auf.

Zudem greift häu­fig der soge­nann­te Halo-Effekt: Ein ordent­li­ches Erschei­nungs­bild kann die gesam­te Wahr­neh­mung eines Bewer­bers posi­tiv beein­flus­sen. Du könn­test also schnel­ler als kom­pe­tent, zuver­läs­sig und intel­li­gent ein­ge­schätzt wer­den.

Kleidung und Styling fur lebenslauf

Wir zei­gen dir jetzt, wel­chen Dress­code du für dein Bewer­bungs­ge­spräch beach­ten soll­test.

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Männer

Für Her­ren gilt all­ge­mein: Die Klei­dungs­vor­ga­ben sind eher klas­sisch und klar defi­niert. Sie haben zwar weni­ger Spiel­raum, kön­nen die Klei­dung aber den­noch pas­send zur Bran­che aus­wäh­len.

Casual

Kleiderordnung für Vorstellungsgespräche: casual für Männer

Die Begrif­fe Casu­al oder Busi­ness Casu­al zie­len auf einen locke­ren, ent­spann­ten Klei­dungs­stil ab. Vor allem wenn du dich in der Start-up- oder Krea­tiv­bran­che bewirbst, kannst du auf mehr Indi­vi­dua­li­tät set­zen. Ach­te trotz­dem dar­auf, nicht zu locker zu wir­ken.

Die­se Klei­dungs­stü­cke sind hier ange­mes­sen:

  • Hemd oder Polo­shirt
  • Chi­no oder gepfleg­te Jeans
  • evtl. ein Sak­ko
  • schlich­te Snea­k­er oder Leder­schu­he (z. B. Der­by oder Loa­fer)

Formell

Kleiderordnung für Vorstellungsgespräche: formell für Männer

For­mel­le Arbeit­ge­ber wie Ban­ken, Bera­tun­gen oder tra­di­tio­nel­le Kon­zer­ne set­zen meist klas­si­sche, kon­ser­va­ti­ve Klei­dung und neu­tra­le Far­ben wie schwarz, grau, weiß und dun­kel­blau vor­aus.

Wäh­le daher:

  • Anzug oder Sak­ko und Hemd
  • Kra­wat­te (je nach Bran­che)
  • Leder­schu­he

Frauen

Frau­en haben mehr Aus­wahl, was die Klei­der­wahl betrifft. Sie kön­nen außer­dem mit Make-up und Acces­soires ihren Stil unter­strei­chen. Doch auch hier gilt: Fin­de immer die rich­ti­ge Balan­ce und set­ze lie­ber auf klei­ne Details.

Casual

Kleiderordnung für Vorstellungsgespräche: casual für Frauen

Wenn du dich in einer moder­nen, krea­ti­ven oder digi­ta­len Indus­trie bewirbst, ist ein locke­rer Stil meist völ­lig aus­rei­chend.

Pas­sen­de Klei­dungs­stü­cke sind u. a.:

  • Blu­se, Top oder schlich­ter Pull­over
  • Stoff­ho­se, Rock oder gepfleg­te Jeans
  • schlich­te Snea­k­er, Bal­le­ri­nas oder Loa­fer
  • im Win­ter auch sau­be­re Ank­le Boots

Formell

Kleiderordnung für Vorstellungsgespräche: formell für Frauen

Beim Vor­stel­lungs­ge­spräch im kon­ser­va­ti­ven Bereich soll­te die Klei­dung nicht zu auf­fäl­lig sein. Seriö­se und stil­vol­le Klei­dungs­stü­cke sor­gen für einen stim­mi­gen Gesamt­ein­druck.

  • Blu­se und Bla­zer
  • Stoff­ho­se oder Rock/Kleid (knie­lang)
  • geschlos­se­ne Schu­he, z. B. Bal­le­ri­nas, Loa­fer, Pumps mit nied­ri­gem oder mitt­le­rem Absatz
  • schlich­te Ank­le Boots sind im Win­ter eben­falls geeig­net

Pro­tip

Make-up und Accessoires

Make-up soll­te nie auf­dring­lich, mas­ken­haft oder unna­tür­lich wir­ken. Mit dezen­ten Far­ben und einer eben­mä­ßi­gen Auf­tra­gung run­dest du dein Erschei­nungs­bild ab. Ver­mei­de also auf­fäl­li­ge, glit­zern­de Far­ben und zu viel Pro­dukt.

Auch für Schmuck und Hand­ta­sche gilt: weni­ger ist mehr. Wäh­le bewusst klei­ne, schlich­te Acces­soires und ver­mei­de klap­pern­de oder auf­fäl­li­ge Tei­le, die den Fokus ablen­ken.

Allgemeine No-Gos für alle

Sowohl Män­ner als auch Frau­en soll­ten dar­auf ach­ten, dass ihr Äuße­res nicht im Mit­tel­punkt steht, son­dern den Auf­tritt unter­stützt. Dein Ziel ist immer, kom­pe­tent, authen­tisch und pas­send zu dei­nem Wunsch­job zu wir­ken.

Aus­schluss­kri­te­ri­en kön­nen sein:

  • ver­schmutz­te oder zer­knit­ter­te Klei­dung
  • zu frei­zü­gi­ge Out­fits
  • auf­fäl­li­ge Logos oder Prints
  • ver­un­rei­nig­te Schu­he
  • unge­pfleg­te Haa­re oder Bart
  • ins­ge­samt ein unhy­gie­ni­sches Äuße­res

Vorstellungsgespräch Fragen: So punktest du mit deinen Antworten

Fra­gen im Bewer­bungs­ge­spräch sind für vie­le Bewer­ber ein Stress­fak­tor. Dabei sind sie dei­ne Chan­ce, dich aus der Mas­se abzu­he­ben und dei­ne Stär­ken gezielt zu prä­sen­tie­ren.

Bevor wir dir aller­dings die wich­tigs­ten Fra­gen und Bei­spiel­ant­wor­ten als Inspi­ra­ti­on an die Hand geben, ach­te auf zwei ent­schei­den­de Punk­te:

Pro­tip

Ers­tens: Eine gute Vor­be­rei­tung bedeu­tet nicht, sämt­li­che Ant­wor­ten aus­wen­dig zu ler­nen. Es geht viel­mehr dar­um, eige­ne Ant­wor­ten zu ent­wi­ckeln, die auf dei­nen per­sön­li­chen Fähig­kei­ten und Erfah­run­gen sowie kon­kre­ten Bei­spie­len beru­hen.

Zwei­tens: Ver­wen­de kei­ne Stan­dard­flos­keln und ein­stu­dier­te Aus­sa­ge à la „Ich bin team­fä­hig und moti­viert“ oder „Ich iden­ti­fi­zie­re mich mit ihren Wer­ten“. Das ist nicht nur wenig authen­tisch, son­dern auch kon­tra­pro­duk­tiv. Lie­fe­re statt­des­sen reflek­tier­te, auf die Stel­le zuge­schnit­te­ne Ant­wor­ten

Gib einen kur­zen Über­blick über dei­nen Lebens­lauf, ohne ins Detail zu gehen. In ein bis zwei Minu­ten soll­test du klar und struk­tu­riert rele­van­te, auf den Job abge­stimm­te Erfah­run­gen nen­nen.

Die­se Struk­tur hilft dir dabei:

  • Gegen­wart: aktu­el­le beruf­li­che Situa­ti­on
  • Ver­gan­gen­heit: wich­ti­ge Sta­tio­nen und beruf­li­che Erfah­run­gen
  • Stär­ken: zen­tra­le Skills
  • Zukunft: Moti­va­ti­on für dei­ne Bewer­bung und Eig­nung

Bei­spiel­ant­wort:

Aktu­ell unter­stüt­ze ich im admi­nis­tra­ti­ven Bereich Pro­jek­te und sor­ge für rei­bungs­lo­se Abläu­fe. Dabei habe ich gelernt, ver­schie­de­ne Auf­ga­ben zu koor­di­nie­ren und auch in stres­si­gen Pha­sen den Über­blick zu behal­ten.

Mei­ne Stär­ke ist eine struk­tu­rier­te und zuver­läs­si­ge Arbeits­wei­se. Die Stel­le als Pro­jekt­as­sis­tenz reizt mich, weil ich hier aktiv zum Pro­jekt­er­folg bei­tra­gen und mei­ne orga­ni­sa­to­ri­schen Fähig­kei­ten gezielt ein­set­zen kann.

Die­se Fra­ge geht nun etwas mehr ins Detail. Poten­zi­el­le Arbeit­ge­ber ver­su­chen her­aus­zu­fin­den, ob du dich tat­säch­lich mit ihrem Unter­neh­men beschäf­tigt hast und wel­che Moti­va­ti­on genau hin­ter dei­ner Bewer­bung steckt.

Recher­chie­re das Unter­neh­men: Wel­che kon­kre­ten Pro­jek­te, Wer­te oder Ent­wick­lun­gen, Pro­duk­te oder Dienst­leis­tun­gen fin­dest du inter­es­sant?

Nimm Bezug auf die Stel­le: Wel­che Auf­ga­ben oder Ver­ant­wort­lich­kei­ten rei­zen dich? Wie kannst du dei­ne per­sön­li­chen Fähig­kei­ten und Stär­ken hier ein­brin­gen? Wie passt der Job zu dei­nen beruf­li­chen Zie­len?

Damit zeigst du, war­um gera­de die­ses Unter­neh­men und die­se Stel­le zu dir pas­sen – und war­um du die per­fek­te Wahl bist.

Bei­spiel­ant­wort:

Was mich beson­ders anspricht, ist der Fokus auf krea­ti­ve Frei­heit und inno­va­ti­ve Ansät­ze. Ich habe gese­hen, dass Sie gro­ßen Wert auf muti­ge Ideen legen – ein Aspekt, mit dem ich mich stark iden­ti­fi­zie­ren kann.

Für mich ist es wich­tig, in einem Umfeld zu arbei­ten, das neue Per­spek­ti­ven för­dert und krea­ti­ve Lösun­gen zulässt. Genau das sehe ich bei Ihnen und möch­te mei­ne Ideen hier ger­ne aktiv ein­brin­gen.

Mit die­ser Fra­ge prü­fen Recrui­ter, wie gut du dich selbst kennst und wel­chen Nut­zen dei­ne Stär­ken und Schwä­chen für den Job haben.

Nen­ne zwei bis drei Stär­ken, die für die Stel­le rele­vant sind, und bele­ge sie mit kon­kre­ten Bei­spie­len oder Erfah­run­gen.

  • All­ge­mei­ne Aus­sa­ge: Ich bin orga­ni­siert.
  • Gute Bei­spiel­ant­wort: Ich set­ze kla­re Prio­ri­tä­ten und arbei­te stets struk­tu­riert. Das hilft mir ins­be­son­de­re bei der Durch­füh­rung des Jah­res­ab­schlus­ses.

Gute Schwä­chen soll­ten rea­lis­tisch, für die Stel­le nicht zen­tral sowie ent­wi­ckel­bar sein. Ach­te auch hier dar­auf, kei­ne Flos­keln wie „ich bin zu per­fek­tio­nis­tisch“ zu nen­nen. Zeig statt­des­sen, wie du mit dei­nen Schwä­chen umgehst und dass du aktiv an dir arbei­test.

  • All­ge­mei­ne Aus­sa­ge: Ich bin zu detail­ori­en­tiert.
  • Gute Bei­spiel­ant­wort:Ich nei­ge dazu, mich zu sehr auf die Details zu kon­zen­trie­ren. Inzwi­schen ach­te ich aber bewusst dar­auf, die rich­ti­gen Prio­ri­tä­ten zu set­zen und stets den Über­blick über alle Auf­ga­ben zu behal­ten.

Wenn du das Unter­neh­men sorg­fäl­tig recher­chierst, kennst du dich auch mit dem Geschäfts­mo­dell aus. Nen­ne ein bis zwei Pro­duk­te oder Leis­tun­gen, die du beson­ders span­nend oder inter­es­sant fin­dest, und fas­se das Wesent­li­che zusam­men.

Poten­zi­el­le Arbeit­ge­ber sehen an dei­ner Ant­wort, ob du dich infor­miert hast, Kern­ele­men­te sinn­voll ein­ord­nen kannst und einen per­sön­li­chen Bezug herstellst.Mit die­ser Fra­ge prü­fen Recrui­ter, wie gut du dich selbst kennst und wel­chen Nut­zen dei­ne Stär­ken und Schwä­chen für den Job haben.

Bei­spiel­ant­wort:

Ich habe gese­hen, dass Ihr Ver­lag sich stark auf Bel­le­tris­tik kon­zen­triert. Beson­ders inter­es­sant fin­de ich, dass Sie gezielt Autorin­nen und Autoren aus unter­re­prä­sen­tier­ten Grup­pen för­dern. Die­se Mischung aus inhalt­li­chem Anspruch und aktu­el­ler Rele­vanz spricht mich sehr an.

Die­se Fra­ge kann eine Fang­fra­ge sein. Schließ­lich zeigt sich an dei­ner Ant­wort, wie du über dei­nen aktu­el­len Arbeit­ge­ber sprichst. Sei weder zu ehr­lich („zu viel Stress“) – und damit unpro­fes­sio­nell – noch zu vage.

Kon­zen­trie­re dich statt­des­sen auf dei­ne Moti­va­ti­on für den Job- oder Arbeit­ge­ber­wech­sel, bei­spiels­wei­se dein Wunsch nach beruf­li­cher Wei­ter­ent­wick­lung, neu­en Auf­ga­ben­be­rei­chen oder mehr Ver­ant­wor­tung.

Stel­le auch Bezug zur neu­en Stel­le her und mach deut­lich, dass es sich um eine kla­re Ent­schei­dung han­delt, nicht etwa um Flucht.

Bei­spiel­ant­wort:

Bei mei­nem aktu­el­len Arbeit­ge­ber konn­te ich wert­vol­le Erfah­run­gen in der Man­dats­be­ar­bei­tung und im direk­ten Man­dan­ten­kon­takt sam­meln. Nun möch­te ich mich fach­lich wei­ter spe­zia­li­sie­ren und in einem Umfeld arbei­ten, das Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten auf hohem Niveau bie­tet.

Ihre Kanz­lei über­zeugt mich beson­ders durch ihre kla­re fach­li­che Aus­rich­tung und den exzel­len­ten Ruf, wes­halb ich hier den nächs­ten Schritt in mei­ner beruf­li­chen Ent­wick­lung sehe.

Bei die­ser Fra­ge kommt es auf beson­de­res Geschick an. Schließ­lich wol­len poten­zi­el­le Arbeit­ge­ber sehen, ob du ins Bud­get passt und dei­nen Markt­wert kennst. Gleich­zei­tig möch­test du auch Ver­hand­lungs­si­cher­heit bewei­sen.

Eine über­zeu­gen­de Ant­wort ver­bin­det Markt­wis­sen, Selbst­be­wusst­sein und Fle­xi­bi­li­tät.

So kannst du vor­ge­hen:

  • Recher­chie­re das markt­üb­li­che Gehalt für Posi­ti­on, Bran­che und Erfah­rung.
  • Über­le­ge, wel­che Bene­fits dir außer dem Gehalt wich­tig sind (z. B. betrieb­li­che Alters­vor­sor­ge, Home­of­fice, Fahrt­kos­ten­zu­schuss, etc.).
  • Nen­ne eine rea­lis­ti­sche Gehalts­span­ne.
  • Signa­li­sie­re Gesprächs- und Ver­hand­lungs­be­reit­schaft.

Bei­spiel­ant­wort:

Auf Basis mei­ner Erfah­rung und Fach­kennt­nis sehe ich mei­ne Gehalts­vor­stel­lung im Bereich von … bis … Euro jähr­lich, abhän­gig vom Gesamt­pa­ket und den kon­kre­ten Ver­ant­wort­lich­kei­ten der Posi­ti­on.

Die­ser Punkt wird von vie­len Kan­di­da­ten häu­fig unter­schätzt.

Ein erfolg­rei­ches Bewer­bungs­ge­spräch soll­te stets mit Rück­fra­gen enden. Damit signa­li­sierst du nicht nur ech­tes Inter­es­se, Moti­va­ti­on und Neu­gier, son­dern posi­tio­nierst dich auch als akti­ven Gesprächs­part­ner.

Kei­ne oder „goo­g­le­ba­re“ Fra­gen zu stel­len, ist ein abso­lu­tes No-Go. Set­ze dich also mit dem Unter­neh­men und der Stel­le aus­ein­an­der und notie­re dir lie­ber mehr Fra­gen als nötig – eini­ge wer­den sich bereits im Gespräch klä­ren.

Hier siehst du eini­ge Bei­spiel­fra­gen:

  • Darf ich fra­gen, war­um die Stel­le aktu­ell offen ist? Ist das eine neue Posi­ti­on oder eine Nach­be­set­zung?
  • Wie ist das Team struk­tu­riert?
  • Mit wel­chen Abtei­lun­gen arbei­tet man eng zusam­men?
  • Wie genau kann ich mir die Ein­ar­bei­tung vor­stel­len?
  • Wel­che Wei­ter­ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten gibt es?
  • Wel­che aktu­el­len Pro­jek­te oder Her­aus­for­de­run­gen sind beson­ders rele­vant?

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Vie­le Kan­di­da­ten haben vor dem Bewer­bungs­ge­spräch die glei­chen Fra­gen. Wir haben die wich­tigs­ten Ant­wor­ten für dich zusam­men­ge­stellt – kurz und auf den Punkt.

Ja, eine Map­pe mit den wich­tigs­ten Unter­la­gen mit­zu­brin­gen, ist emp­feh­lens­wert. Das wirkt nicht nur pro­fes­sio­nell und vor­be­rei­tet, son­dern gibt dir auch Sicher­heit, falls dei­ne Bewer­bung phy­sisch nicht vor­liegt.

Du soll­test in kei­nem Fall auf dein Han­dy schau­en, um Stel­len­an­for­de­run­gen oder Unter­neh­mens­de­tails nach­zu­se­hen.

Berei­te daher die­se aus­ge­druck­ten Doku­men­te vor:

  • klei­nes Notiz­buch und Stift
  • Lebens­lauf
  • Job­be­schrei­bung (mit dei­nen Noti­zen)
  • ggf. Arbeits­pro­ben (falls rele­vant)

Ein gewis­ser Small Talk ist immer üblich und dient als kur­zer, locke­rer Ein­stieg ins Bewer­bungs­ge­spräch.

Typi­sche Small-Talk-The­men sind z. B. die Anrei­se, das Wet­ter oder die Räum­lich­kei­ten des Unter­neh­mens. Ver­mei­den soll­test du statt­des­sen zu per­sön­li­che oder kon­tro­ver­se The­men, Poli­tik, Reli­gi­on oder – gleich zu Beginn – dei­ne Gehalts­vor­stel­lun­gen.

Zeig dich freund­lich und offen und gib dei­nem Gesprächs­part­ner die Mög­lich­keit, zügig zum eigent­li­chen Gespräch über­zu­ge­hen.

Direkt­heit und sach­li­che Aus­sa­gen zeu­gen von Selbst­be­wusst­sein und Authen­ti­zi­tät. Doch es kommt auf die Balan­ce an. Ach­te dar­auf, kla­re und diplo­ma­ti­sche For­mu­lie­run­gen zu ver­wen­den, statt über­trie­be­ne, inhalts­lee­re Aus­sa­gen zu machen.

Leg dei­nen Fokus auf Fak­ten, Zah­len und beleg­ba­re Ergeb­nis­se. For­mu­lie­run­gen wie „ich bin ein Top-Per­for­mer“ oder „ich habe das Pro­jekt zum Erfolg geführt“ wir­ken auf­ge­bla­sen und schnell arro­gant. Das gilt übri­gens auch für dein Moti­va­ti­ons­schrei­ben.

Augen­kon­takt spielt als Teil der non­ver­ba­len Kom­mu­ni­ka­ti­on eine wich­ti­ge Rol­le. Du signa­li­sierst Inter­es­se, Auf­merk­sam­keit und Respekt und unter­stützt dei­ne Aus­sa­gen zusätz­lich. Auch bei Video­in­ter­views gilt: Schau nicht nur auf den Bild­schirm, son­dern direkt in die Kame­ra.

Ja, du darfst Home­of­fice und Tele­ar­beit anspre­chen, doch Timing und For­mu­lie­rung sind hier ent­schei­dend.

Unser Tipp: Stell die Fra­ge nicht gleich zu Beginn und nicht zu for­dernd, sonst ver­mit­telst du den Ein­druck, wenig Inter­es­se an der eigent­li­chen Stel­le zu haben. Lass sie statt­des­sen in den Rück­fra­gen oder beim The­ma Team­struk­tur ein­flie­ßen.

Eine neu­tra­le und inter­es­sier­te Fra­ge wäre bei­spiels­wei­se: „Gibt es fle­xi­ble Arbeits­mo­del­le für die­se Stelle/im Team?“

Anders als bei­spiels­wei­se in den USA ist eine Dan­kes­mail in Deutsch­land kein Muss. Trotz­dem kannst du damit Wert­schät­zung, Inter­es­se und Pro­fes­sio­na­li­tät ver­mit­teln und einen posi­ti­ven Ein­druck hin­ter­las­sen.

So kannst du vor­ge­hen:

  1. Sen­de die E‑Mail inner­halb von 24 Stun­den nach dem Gespräch.
  2. Bedank dich für das Gespräch.
  3. Greif ein bestimm­tes The­ma auf (z. B. Pro­jekt, geplan­te Ent­wick­lung oder Arbeits­wei­se).
  4. Beto­ne dein Inter­es­se an der Stel­le.

Vor allem wenn das Vor­stel­lungs­ge­spräch sehr gut lief oder meh­re­re Bewer­ber im Ren­nen sind, kannst du dich mit einer Dan­kes-E-Mail posi­tiv abhe­ben.

Du hast dem­nächst ein Vor­stel­lungs­ge­spräch? Dann weißt du jetzt, dass Vor­be­rei­tung zum ech­ten Game­ch­an­ger wer­den kann. Mit der rich­ti­gen Her­an­ge­hens­wei­se und Übung kannst du jedes Bewer­bungs­ge­spräch sicher, sou­ve­rän und selbst­be­wusst meis­tern.